Revenge of the mexican song

In der Zwischenzeit kletterte Jack, während Sam auf die weiteren Ausführungen des düsteren Imperators wartete, die letzten Meter des majestätischen Berges empor. Schon konnte er einen Eingang erblicken, über dem ein großes Leuchtreklamenschild angebracht war. „Spacebar“ und „Gore’sche Festung der Finsternis“ war darauf in vielen bunt blickenden Farben zu lesen. Jack zog eine Augenbraue hoch. Welchen Weg sollte er nun einschlagen? Bar oder Festung? Festung oder Bar? Bar oder… Bar!

Mit entschlossener Leichtigkeit ließ er die letzten Meter hinter sich und betrat wenig später die Bar. Alle Anwesenden waren in heller Aufruhr, denn jemand hatte den Barkeeper nieder geknüppelt. Jack zapfte sich selbst ein kühles Helles und befragte ein paar Leute mit seinen Fäusten, bis ihm jemand eine ungefähre Phantomzeichnung mit Hilfe von Ketchuptuben auf dem Fußboden anfertigen konnte. Sofort wurde ihm klar, dass es sich um Sam handelte, auch wenn der Zeichner nicht wirklich talentiert war. Im Gegensatz zu seinem Kollegen, konnte Jack außerdem ein paar Brocken Spanisch sprechen und schilderte der Mexikanischen Band seine Probleme. Das Gespräch verlief grob übersetzt ungefähr so:

Jack: „Hallo, du mexikanische Musikinstrument.“
Band: „Que?!“
Jack: Du habe ein Problematik. Freund Sam weg hier. Mich hatte suchen.
Band: „Que?!“
Jack: „Nein! Sam! Wo?“
Band: „Que?!“
Jack: „Plappernde Milchkühe mit Eingeweiden von Musik und Schokoriegel!“ (das sollte ein Fluch werden)
Band: „Ahhh, Musika?! Sí, claro! Bien, Bien!“

Und so stimmte die Band wieder einmal diesen typischen mexikanischen Song an. Jack hingegen platze der Kragen. Im wahrsten Sinne des Wortes übrigens, denn seine Halsadern schwollen derart an, dass sein Kragen tatsächlich weg platze und im Hohen Bogen durch die Bar flog. Er war mittlerweile so entnervt, dass er schon seit dem Angriff des Berggorillas unter fiesen Augenliedzuckungen litt. Jetzt war es soweit: Er setzte den Costner-Blick auf. Alle Anwesenden starben bei Blickkontakt auf der Stelle. Auch die mexikanische Band, wobei einer von Ihnen gerade noch einen imperialen Dollar in die Jukebox werfen konnte, damit diese diesen typischen Mexikanischen Song weiterspielen konnte. Sofort hechte Jack zu dem Gerät und zog den Stecker, doch die Jukebox spielte munter weiter, denn sie war mit Batterien betrieben und scherte sich einen Dreck um ihren Angreifer.

Als Jack das erkannte, fiel er auf die Knie, riss die Arme in einer dramatischen Geste gen Himmel und stieß einen Wut- und Verzweifelungsschrei aus, der so durchdringend und verheerend war, dass alle Gläser, Flaschen und Köpfe in der Bar augenblicklich explodierten.

„WAAAARUUUUUUUUUUUUUUUUUM!!!!!!!!!!!!!1111111111111einseinseins“

...to be continued...

Die Rückkehr des Imperators

Die Menge war verstummt, immerhin hatte es einen solchen Zug noch nie bei einem Yoghurti-Oh-Match gegeben... Jack's Gegner hatte sich feinsäuberlich auf alle umliegenden Gegenstände verteilt. Die Menge tuschelte und der alte Asiate musterte Jack. Er selber knackte mit den Händen und hätte am liebsten gesagt: "Kinderspiel, Mädels..." Jedenfalls wenn er nicht alleine oder ein Side-Kick-Guy gewesen wäre. Aber er war nun mal alleine in dem Dörfchen, und ein Side-Kick-Guy war er allemal NICHT!

Jack trat langsam auf den Asiaten zu, der nun zu lächeln begann und sich ein Stückchen Irgendwas… wahrscheinlich Gehirnmasse… aus dem blutverschmiertem Bad entfernte.

"Also mein Freund! Ihr habt Sam, ich will Ihn haben!" sagte Jack in einem Ultralässigem Ton. Dabei zückt er eine Softpaper-Zigarettenhülle seiner Wahl und befördert lässig eine Zigarette in seinen Mund. Seine letzte... „Verfluchte Endzeit“, dachte er sich. Er entzündet an seiner Lederjacke ein Streichholz und zündet sich die krumme Kippe an.

"Also, wat is jetzt! Soll ich Wurzeln schlagen, oder watt?!"

Du musst erst zweite Prüfung bestehen, Fremder! Erst dann Du kannst Deinen Weg fortsetzten! Kapiert???" antwortet der namenlose Asiate...

"Ey Leute! Es war von einer Prüfung die Rede! EINE PRÜFUNG!" motzte Jack rum. Er versuchte, seine Waffe zu ziehen, doch da passierte es. Der Namenlose Asiate wirbelte herum, riss Jack die Waffe aus der Hand und steckte sich diese in den Mund... Fünf Kaubewegungen später spuckte er einen Klumpen Metall aus... Jack war irritiert… Würde er hier mit Waffengewalt etwa nicht weiterkommen?!

"OK, Meister Propper. Dann schieß mal los. Aber ich warne Dich! Verarsch mich nicht. Bei Krakktor, das wird' böse für Dich enden!"

"Keine Panik auf der Titanic! Du sollst einen geheimen Schatz von dem Gipfel dieses Berges holen!" und zeigte in eine Richtung. Jack folgte dem Finger und erblickte einen majestätischen Gipfel...

"Der da?" fragte Jack

"Nein!" Der da... Denn neben dem majestätischen Gipfel befand sich ein zweiter, noch majestätischer Gipfel, dessen Spitze in einem blitze- und donnerspeiendem Gewitter verschwand!!! Oh, das könnte böse für unseren Helden enden!



Zur gleichen Zeit tastete sich Sam, der Rotierende, langsam durch die vollkommene Dunkelheit. Er hatte einen Mörderbrand auf der Zunge und würde für ein Frischgezapftes morden. Und das tat er nun auch, denn im Labyrinth der Dunkelheit hatte er ne Kneipe gefunden. Der Barmann, Alice Cooper, wollte Imperiale Dollar als Zahlung haben, und da Sam keine imperialen Dollar hatte, musste er Alice Cooper mit einem gezieltem Roundhorsekick durch die Band befördern. Aus unerklärlichen Gründen saß die mexikanische Begrüßungsband auch im Lokal, doch störte sich Sam nicht weiter daran. Ironischerweise fand Sam letztlich in seiner Hosentasche ein Bündel imperialer Dollar. Imperiale Dollar sind lustig, denn unabhängig von Betrag zeigen Sie nur ein Gesicht. Das des imperialen Imperators... Al Gore...

Zurück in der Dunkelheit, die Mexikaner konnten (oder wollten) Sam nicht weiterhelfen, wahrscheinlich weil Sam kein Spanisch sprach, tastete sich Sam, der Rotierende, durch die Schwärze...

Meter für Meter hievte sich Jack dem Gipfel der Herausforderung entgegen. Da der Aufstieg nun nicht wirklich sehr interessant ist, wird er hier nur in Zeitraffer festgehalten... Jack klettert, doch ein Adler greift an. Jack knallt den Adler ab. Jack klettert weiter, doch ein Berggorilla stürzt sich auf Ihn. Der Affe wird mit Jacks Laseraugen gegrillt. Auf einem Sims genehmigt er sich einen Schluck aus seiner Feldflasche. Im Dorf ließ er sich diese mit Reisschnaps auffüllen. Er leert die Flasche in einem Zug und zerdrückt diese an seiner Stirn. Wäre Malcolm hier, Jack hätte Ihn die Klippe heruntergestoßen... ja, mittlerweile war er doch ernsthaft angepisst!

Im Labyrinth war Sam auf eine Anhöhe gestoßen und tastete sich diese langsam hoch. Am Ende glaubte er Licht zu erblicken, und es war tatsächlich Licht. Sam trat durch eine 10 Meter hohe Tür und stand in einer steinernen Halle. Fackeln erhellten den Raum, der ansonsten leer zu stehen schien... Leer bis auf die Gestalt, die sich in der Mitte des Raumes befand. Die Gestalt trug einen 2 Meter großen Stehkragen, hat eine V-Frisur und eine Bart wie Imperator Ming aus dem Flash Gorden-Film... Im Stillen dachte Sam kurz darüber nach, was für einen großartigen Soundtrack dieser Film hatte – FLASH… AHAAAA! Sam trat langsam und vorsichtig näher und konnte die Gestalt, die in der Mitte des Raumes stand, nun erkennen. Vor Ihm stand das Gesicht, das er an diesem Tag schon einmal gesehen hatte. Nein, es war nicht Alice Cooper, und nein, die Mexikaner waren in der Halle nebenan.

Vor Sam steht der Imperator von Amerika, der selbsternannte Kaiser des Mondes, die Geißel der Pole, der Robin Hood von Kyoto und einem 8er Golf-Handycap. Al Gore!!! Welch süße Ironie übrigens, dass ausgerechnet der damals größte Verfechter des Umweltschutzes durch einen Sturz von einem Rednerpult, an dem er noch kurz zuvor die positive Wirkung von Nordik-Walking-Stöcken auf den Waldboden lobte, eine Kopfverletzung erlitt, die ihn verrückt werden ließ und er anschließend die Pole mit einer Millidingsionen Bomben in die Luft jagte, wodurch sich überhaupt erst DER Ozean gebildet hatte…. Was für ein Satz!

"Ich habe Dich bereits erwartet, Sam..." begrüßt Al Gore Sam und beginnt diabolisch zu lachen.
"Dein Freund ist bereits auf dem Weg hierher, doch muss ich zuerst mit Dir reden... Und Dich an etwas erinnern, das tief in Dir steckt, Sam. Deine Mission!"

Um Sam bildet sich ein dunkler Schleier, und er erinnert sich an seine Mission. Geboren in hellstem Licht, verborgen am tiefsten Punkt seiner Seele wurde Sam auserwählt, eine Mission zu erfüllen. Und Sam wusste, dass er fast am Ziel war... Al Gore unterbrach Ihn aus seinem Tagtraum

"Sam, Du weißt, warum Du zurückgeschickt wurdest! Du hast es gesehen, ES gesehen! Die Prophezeiung wird sich erfüllen! Doch hör mir zu Sam! Die Prophezeiung ist ungewiss. Niemand weiß, wie sie zu deuten ist! Und Du hast die Macht, Sam! SAM..." sprach Al Gore so wie wenn Gowron Worf ruft, "Schließ Dich uns an!" Und Al Gore begann mit Seinen Ausführungen.

...to be continued...

Jack the winner

Die Gebäude der Tempelanlage waren um einen wunderschönen klaren Bach angelegt. Knochige Kiefern wuchsen aus dem Boden und den Felsen, und etwas entfernt erblickte Jack den majestätischen Gipfel eines Berges. Zum ersten Mal konnte Jack seinen Blick über das Land schweifen lassen, das sich Costnerland nannte. Sah ganz nett aus. Nicht unbedingt großartig, aber nett… immerhin…

Eine Gruppe Menschen, die ähnlich dämlich gekleidet waren und aussahen wie Johnny, traten aus den Gebäuden und blickten Jack stumm an. Unter Ihnen war ein alter Asiate mit langem weißen Bart, langen weißen Augenbrauen, langen weißen Haaren und überhaupt war ziemlich käsig um die Nase. Seine stechenden Augen schienen genau zu mustern, ja fast schon zu durchbohren. Jack wusste instinktiv, dass er dem Großmeister gegenüberstand.

„Hört mich an, Herr Großmeister des seltsamen Anblickes!“ begann Jack seine Rede. Er war nicht wirklich geübt in solchen Dingen, aber würde das Kind schon irgendwie schauckeln. Wirklich zu interessieren schien sich niemand für seine Rede, aber Jack plapperte einfach weiter.

„Ich kam mit meinem Freund über den Ozean von weit her auf einem mächtigen Schlachtschiff, um dieses Land zu finden. Jetzt wurde mein Kollege aber verschleppt und…“ er hielt inne und atmete tief durch. „Ach scheiß drauf. Ihr habt Sam, oder?!“

Der Großmeister nickte stumm.

„Okay, dann zähl ich jetzt bis 10 und wenn ihr ihn nicht rausgerückt habt, mach ich Kleinholz aus diesem idyllischen Plätzchen.“ Ja, es war wirklich ziemlich idyllisch hier. Würden wir uns nicht in einer Endzeitwelt aufhalten, hätten unsere Helden hier glatt Urlaub gemacht.

Der Großmeister ergriff nun doch endlich das Wort.

„Das sind große Worte, junger Krieger, genannt Jack. Doch wir können deinen Freund erst frei lassen, wenn du eine Prüfung bestanden hast!“

„Prüfung?! Was für ne Prüfung? Das alte Auftragen-Polieren-Spielchen zieht bei nicht, damit das klar ist, Herr von und zu Miyagi!“

„Du wirst dich unserem besten Mann in einem Yoghurti-Oh-Wettkampf stellen. Falls du gewinnen solltest, wirst du deinen Freund wiedersehen. Falls nicht…“ Er machte eine dieser verdammten Dramapausen.

„Ja, nun sag schon!“ kläffte Jack, der davon die Nase ziemlich voll hatte.

„…wirst du in die Selbstmörderhölle geschickt und ein grausames Ende erleiden!“

„Von mir aus. Wann geht’s los?“

„Sofort! Aber erst nach einer kleinen Runde Erfrischungsdrinks“

Mit diesem Worten kamen ein paar Bedienste mit Getränken, die in die Runde gereicht wurden. Schweigsam schlürften alle die Köstlichkeiten aus, dann trat ein Hüne von einem Mann aus der Menge hervor. Er hatte eine Glatze und trug ein Stoffgewand, das sich lustigerweise als eine Bettdecke mit kleinen aufgedruckten Rennautos herausstellte. Hinzukam, dass der Hüne eine piepsige Kinderstimme hatte. Ein Gegner also, wie ihn Jack nur schwer ernst nehmen konnte.

Die beiden Männer bauten sich auf einem kleinen Rondell voreinander auf – kaum 2 Meter von einander entfernt. Jack bekam von einem spärlich bekleideten Dienstmädchen ein paar Karten in die Hand gedrückt, die er skeptisch durchblätterte. Dem Mädchen gab er schnell noch einen Klaps auf ihr wohlgeformtes Hinterteil und zwinkerte ihr verheißungsvoll zu. Sie kicherte und wurde etwas rot. Jack war sich sicher, dass er später noch gute Karten bei ihr haben würde… was für ein Wortwitz in dieser Situation.

„Also gut, bringen wir die Sache hinter uns!“

Schon begann der Angreifer, hier spaßeshalber Brummi genannt, mit seinem ersten Zug. Er pumpte seine Muskeln auf und brüllte so laut er konnte.

„ICH SPIELE… TSUNAMI!!!“ (bitte die hohe Piepsstimme beachten)

Der Effekt dieser Karte war Jack natürlich nicht bekannt und ehrlich gesagt ist der Effekt in diesem Zusammenhang auch völlig uninteressant, denn Jack tat gleichfalls einen Zug. Gelassen nahm er die erste Karte seines Decks auf, zückte einen Kuli und kritzelte etwas darauf.

Dann spielte er die Karte aus: „JACK GEWINNT!“ und warf sie in die Mitte.

Unmittelbar darauf brach für ein paar Sekunden die Hölle los. Ein Tornado aus Wind und Licht bildete sich aus dem Nichts und fegte über das Spielfeld. Als Brummi von dem Wirbelsturm erfasst wurde, schrie er derart schrill, dass sich Jack die Ohren zu halten musste. Mit Leichtigkeit hob ihn die übernatürliche Naturgewalt in die Lüft und drehte ihn immer schneller werdend um die eigene Achse, bis der Druck zu groß wurde und er wie eine reife Tomate an der Scheibe eines vorbeifahrenden Trucks auseinander platzte. Als sich der Blut- und Gedärmeregen durch die Beschleunigung auf alle umliegenden Personen, Pflanzen und Gebäude verteilt hatte, brach das Schauspiel plötzlich ab und es war wieder friedlich im kleinen Dorf. Eins war nun sicher: Sämtliche Putzkräfte wurde heute noch Überstunden schieben müssen!

Jack, der das Spektakel fasziniert beobachtet hatte, schaute jetzt in die völlig entgeisterten Augen des Alten Weisen, und machte – quasi als Eigenlob – seine Gewinnergeste. Er formte mit der rechten Hand eine Pistole, richtete sie auf den weisen Alten und drückte ab. Danach pustete er den Rauch vom imaginären Lauf und drehte die imaginäre Waffe in einer ausladenden Geste zurück ins imaginäre Pistolenhalfter. Als er das vollendet hatte – und zwar in Perfektion ausgeführt, da er ja schon viel Zeit zum üben hatte – ging er auf den Alten zu und starrte ihn sehr durchdringend an. Noch nicht Coster-Blick-durchdringend, aber es war schon sehr nahe dran.

„So, jetzt würde ich gerne mit meinem Kollegen sprechen!“

...to be continued...

Fress-Politur

Unser Held wanderte drei Tage durch das Land, welches eine felsige Landschaft, die aus einem Herr der Ringe-Film zu entstammen schien, präsentierte. Johnny schlurfte von weg und grübelte noch immer über eine Gemeinheit nach. Sie würde ihm aber nicht mal einfallen, wenn sie ihr Ziel schon längst erreicht hätten, da war sich Jack bei dem umnachteten Knirps ziemlich sicher.

Am dritten Tag erblickte Jack eine Siedlung, die sich durch Pagodenbauten auszeichnete. Mit dem Hinweis, dass das die Tempelanlagen des Großmeisters seien, bat’ Johnny darum, gehen zu dürfen. Aber mit einem Wink mit der Pistole deutete Jack an, dass Johnny ruhig vorangehen dürfte, um auf die tödlichen Fallen aufmerksam zu machen, die auf einem großen Warnschild am Eingang der Anlage angekündigt wurden. Da wollte Johnny wohl mal gaaaaanz clever sein, was?! Aber nich mit Commander! Also Jack!

Zur selben Zeit öffnete Sam langsam die Augen, doch auf Grund von dunkelster Dunkelheit konnte er nichts erkennen. Er tastete ins dunkle, aber fühlte nur kalten Steinboden. Er fragte sich, wo er wohl sei und horchte in die Dunkelheit. Plötzlich ertönte aus dem Schatten eine Stimme…

„Du hast lange geschlafen, Fremder…!“
„Wo bin ich?“ fragte Sam und „Wer bist Du? Was ist passiert?“
„Das sind viele Fragen auf einmal…“ antwortete die Stimme und lachte leise.
„Du hast lange geschlafen, Fremder…!“ sagte die Stimme wieder. Sam hörte, wie sich etwas im Dunkeln bewegte, und versuchte aufzustehen, doch er hatte keine Kraft. Außerdem war er verdammt durstig und musste aufs Klo.
„Du wurdest auserwählt, Fremder!“ hörte er die Stimme, diesmal von einer anderen Position. Der oder das, was sich im Dunkeln bewegt hatte, muss auch der Eigentümer der Stimme sein.

„Auserwählt? Wofür? Dir die Fresse zu polieren? Hör mal, Kollege. Ich will jetzt wissen, wo ich hier bin!“

Die Stimme lachte wieder leise, und der Schatten im Dunkeln entfernte sich. Sam war alleine in der Schwärze des Nichts, aber er wusste, dass Jack bereits eine Spur aus Leichen hinter sich hatte, um Ihn da raus zu holen und um allen, aber auch wirklich ALLEN ordentlich die Fresse zu polieren…

...to be continued...

Das Herz der Karten - the Final

Während Jack dem armen Johnny mit dem Pistolenlauf immer noch in der Nase bohrt, lichtet sich langsam und gemächlich der Nebel, bis er sich schließlich in Wohlgefallen aufgelöst hat. Johnny hingegen kann das nicht und zittert stattdessen am ganzen Körper. Er starrt Jack wie ein Tier im Scheinwerferkegel eines landenden Jumbojets an, kann seinem Blick aber kaum standhalten, da Jack mittlerweile den Coster-Blick aufgesetzt hat. Jeder, der Jack schon einmal mit dem Coster-Blick erlebt hat, will das auf keinen Mal ein zweites mal erleben. Wird er auch sowieso nicht, denn im Regelfall sind diese Personen danach tot! Tot! Tot! Tooooooot!

Jedenfalls verliert Jack langsam aber sicher die Geduld und packt die halbe Portion am Kragen. Mit dem Lauf seiner Waffe massiert er Johnnys Schläfe, was sich jedoch mit Sicherheit nicht sehr angenehm anfühlt.

„Zum letzten Mal, wo ist Sam?!“ fragt Jack den armen Kerl, fixiert ihn mit seinem durchdringenden Costner-Blick und spannt den Abzug seiner Knarre, ohne jedoch abzudrücken.

„Ich ich ich ich kenn’ keinen Sam. Ich weiß nicht wo er ist. Ehrlich. Ich hab’ doch nur ein Yoghurti-Oh-(mega3-Fettsäuren) Wettkampf ausgetragen. Bitte tun Sie mir nichts…! Vielleicht weiß der Großmeister, wo dieser Sam ist…!“
„Großmeister?“
fragt Jack mit einem Zweifeln in seiner Stimme.
„Ja, der Vorsteher unseres Dorfes. Er ist sehr weise, ich kann Dich zu Ihm führen.“

Langsam ließ Jack seine Waffe sinken. Er war sich darüber bewusst, dass er den Trottel noch brauchen würde, um seinen verschwunden Partner, der im genauso verschwunden Nebel verschwunden war, wieder zu finden. Er könnte jetzt natürlich auf eigene Faust losziehen, aber so wunderbare Dinge, wie Ewoks häuten, Zombies killen und nicht zuletzt Dosenbier trinken, machten alleine nur halb so viel Spaß. Außerdem würde das uns in dieser Geschichte nicht weiterbringen. Und Schließlich leben die Abenteuer von Jack und Sam auch von nervigen Side-Kick-Guys, psychopathischen Barbarenkriegern und Robotern der Apokalypse. Auf letztere kann sich der Leser noch freuen – oder auch nicht, denn ob Roboter der Apokalypse überhaupt vorkommen, dass steht zum jetzigen Zeitpunkt noch in den Sternen… in den Robotern der Sterne!

Mit den Worten, dass er Johnny ohne zögern die Klöten abreißen wird, falls er versuchen sollte zu fliehen, machen sich beide auf den Weg. Um Seine Absicht zu unterstreichen, vollstreckte Jack an Hugo, dem Quotenneger, ein Exempel. Da Hugo ein Freund von Steve, der mit drei Schusswunden tot auf dem Schlachtfeld liegt, gewesen ist, störte sich Johnny nicht weiter daran. Doch Jack ist sich sicher, dieser wissensfremde Knilch heckt mit Sicherheit wieder eine Gemeinheit aus… etwas gemeines!!! Und da der Hovertank aus unerklärlichen Gründen abgetrieben ist, ging es zu Fuß weiter…Hovertank over and out!

Während Jack und Johnny so durch die Einöde latschten, tat Jack etwas, dass er schon verdammt lange nicht mehr getan hatte (mal aus Faulheit, mal wegen seiner geistigen Verfassung): Er dachte nach. Über die seinen verschwunden Kollegen und die vielen Abenteuer, über die vielen, vielen kaputt gemachten Zombies und über die vielen, vielen, vielen zerdrückten Bierdosen. Wie war es nur soweit gekommen???

Schuld war ja eigentlich nur dieses verdammte Costner-Land. Sie wollten hier hin, hatten aber mittlerweile vergessen, warum überhaupt. Es war wie die Frage auf den Sinn des Lebens. Jack hatte das Thema mal angesprochen (also Costnerland, nicht Sinn des Lebens), aber irgendwie ist dabei wie immer etwas völlig anderes herausgekommen.


RÜCKBLICK:

„Du Sam“, fragte Jack, der es sich hinter der mächtigen Gatlinggun oben auf dem Hovertank bequem gemacht hatte und ab und zu gebannt hinter einer Salve abgefeuerter Leuchtspurgeschosse hinterher starrte, bis sie am Horizont verschwand. Mit einer wissenschaftlich erwiesenen Wahrscheinlich von 78% würde die Salve irgendjemand oder irgendetwas in ein ziemlich abruptes und unverhofftes Unglück stürzen, was Jack gerne immer wieder auszuprobieren versuchte.

„Ja Jack?“ antwortete Sam, der im kleinen Ausguck saß, den Panzer steuerte und bereits eine beträchtliche Menge Dosenbier konsumiert hatte, weshalb das Fahrzeug in weiten Schlangenlinien über DEN Ozean schipperte.

„Warum zum Teufel wollen wir eigentlich zum Costner-Land? Und überhaupt! Mir ist kalt! Mir ist langweilig! Irgendwie alles scheiße hier! Ich hab Hunger! Ich bin müde! Ich muss aufs Klo! Sam, jetzt sag doch mal!“

Sam seufzte…

„Trink noch ein Bier, Jack!“

„Okay!“ sagte Jack, trank noch ein Bier, womit das Thema wieder vom Tisch war.

RÜCKBLICK ENDE!


Sie hörten: Wie wahre Männer Probleme untereinander lösen. So und nicht anders! Und erst recht nicht mit diesem komischen Kartenspiel, das diese Volldeppen aus den letzten Kapiteln gespielt haben. Diese bemitleidenswerten Kreaturen konnten ja zwischen Realität und Fiktion gar nicht mehr unterscheiden. Sie waren Gefangene des Konsums und lagen zudem ihren Eltern mit dem Kauf vom immer neuem Stoff mächtig auf der Tasche. Liebe Kinder, wehrt euch gegen diesen penetranten Konsum, wie er euch von der verrotteten Gesellschaft vorgelebt wird! Wehrt euch gegen stumpfsinnige Erfindungen, die euch von den Medien in Form von harmlosen Zeichentrickserien als cool verkauft werden! Überweist noch heute einen mindestens vierstelligen Betrag an die Kontonummer, die gleich eingeblendet wird, und unterstützt den Kampf für diese gerechte Sache. Denn dieser Kampf ist cool und wir haben auch extra eine Zeichentrickserie produziert, um euch das zu demonstrieren. Bei der Macht von Krakktor, wir haben die Zauberkraft! Guten Tag!

...to be continued...

Das Herz der Karten - Teil 2

Jack wird von dem lauten Lachen des Johnny’s, der nun am Zug ist, wieder aus den Gedanken nach seinem Namen gerissen. Was wird er tun, nachdem Steve die Karte Sanftmut für alle ausgespielt hatte und noch eine weitere Karte im geheimen hält.

Hat er die Karte "Teamplayer", mit dem ein weiteres Monster beschwört wird, oder doch "Gehirntransplantation", durch die das braune Magnamon Monster durch mehr Grips in der Birne eine Rüstung gegen magische Attacken erhält, oder die Karte "Echo Papa 607 Killer Drone", die eine Echo Papa 607 Killer Drone im defensiven Zustand beschwört, die im Falle eines Angriffes des silbernen Drachen der gar grausamen Vernichtung in den offensiven Modus wechselt und den erwähnten Silberfisch mit einem Tachionen-Emyssionsdestruktionsimpuls hypotechnoliterasiliert...

Der letzte Teil wurde übrigens von einer geisterhaften Stimme aus dem Off laut gesprochen.

Steve’s Freunde gucken noch erschrockener, als sie es eh schon taten. Scheinbar hatten sie den Inhalt des Textes verstanden. Jack hingegen wird kurzzeitig ohnmächtig.

"Ich rufe", ruft Johnny, "die Karte VERDÜNNISIERUNG!!! Dadurch wird jede Karte, die aktiviert wurde aber noch nicht öffentlich ausgespielt...“

Eine kurze Dramapause, in der man den ein oder anderen Herzschrittmacher der Beteiligten hören kann. Jack ist in der Zwischenzeit wieder zu sich gekommen und hat zu seiner Freude seine Waffe wieder gefunden. Er überlegt, langsam mal einzugreifen.

„…UNGÜLTIG!!!! HAHAHAHAHAHA!“

Steve erstarrt, denn diesen Schritt macht Seine Karte...*trommelwirbel*....ungültig. Gleichzeitig bricht Yoko, eines der Groupies zusammen. Doch keiner hilft Ihr, denn alle verfolgen mit Spannung das spannende und zugleich dämliche Duell.

"Darüber hinaus", fährt Johnny fort, "befördert es meinen silbernen Drachen der gar grausamen Vernichtung in den....", noch ne Dramapause, "ULTRAOFFENSIVEN ZUSTAND!!!"

Steve: "Wieder ein interessanter Zug, Johnny. Man kann wirklich sehen, dass Du beim dunklen Meister Rekt’um in der Lehre gewesen bist. Doch Du vergisst, das Rekt’um immer von Seinem Hass geleitet wurde. Er vergaß den Blick für das wesentliche...!"



Wir wechseln kurz in die Vergangenheit an einen fremden Ort. Meister Rekt’um steht vor dem jungen Johnny, kratzt sich am Hintern und sagt:
„Weiß du, junger Johnny, ich lasse mich prinzipiell immer von meinem Hass leiten, aber manchmal vergesse ich deswegen den Blick für das wesentliche…“
Johnny nickt und lächelt, hat jedoch kein Wort verstanden, da er sich bis auf weiteres der Intelligenzabstinenz verschrieben hat. Wir hingegen wechseln wieder in die Gegenwart und damit zurück zum Kampf der Volldeppen.



Steve ist immer noch am Zug! Seine Miene ist angespannt, aber er hat noch immer noch eine Chance. Um seinem nächsten Zug mehr Ausdruck zu verleihen, wirbelt er wild im Kreis, bis allen Beteiligten Schwindelig geworden ist (außer Yoko, die ist noch ohnmächtig). Dann zieht er seinen Trumpf aus dem Ärmel: Ein Ass, dass sich aber nur als normale Spielkarte herausstellt.

"Ich spiele die Karte aus.....

Wen wundert’s – Dramapause!

„…GERECHTIGKEIT DES LICHTES!!! Daduch kann ich zwei weitere Karten aktivieren ohne Sie ausspielen zu müssen, die desaktivierte kann ich sofort ausspielen und meine Monster wechseln in den HyperUltraMegastarken Defensiv-Offensiv-Schutz-und-fiesen-Vernichtungsmodus bis ins Jahr eine Millionen + 1, während deine Monster vom Ultraoffensiven Zustand in den..."

BAM, BAM, BAM! Jack eröffnet das Feuer. Seine automatische Beretta Modell M93R spuckt den Tod in Dreiersalven. Drei Schüsse, drei Treffer. Steve fällt vom Motorrad, aus den drei Löchern in seiner Brust spritzt eine mächtige Blutfontaine.

Die Monster über Jack verschwinden je und die Gesichtszüge von Steves Freunden entgleisen derart, dass alle an plötzlicher Gesichtverzerrung qualvoll verenden. Johnny schaltet den Motor seiner Schwalbe aus und starrt entsetzt auf die Szenerie und auf Jack, der schnaufend auf ihn zu gestapft kommt. Aus Angst vor Haue zieht Johnny verzweifelt eine letzte Karte.

„Ich rufe BIOSCHLEIM DER INNEREN VERWESUNG im Angriffsmodus. Los Bioschleim! Lähme den Mann mit deinen Todesgasen!“

Doch Jack interessiert das herzlich wenig. Er nimmt Johnny die Karte weg und zerreist sie in viele kleine Papierschnipsel. Dann packt er ihn, schmeißt ihn vom Motorrad und steckt ihm den verlängerten Lauf seiner Waffe ins Nasenloch.

„Hömma zu, du Clown! Jetz is schluss hier mit dem Punk, verstanden!? Du sachs mir jetzt sofort, watt mit Sam passiert is, oder ich tret dir so dermaßen die Fresse ein, dass du mit deinen Arschbacken Klavier spielen kanns’! Ey, ich bin echt stineksauer, man!“

„W... Wer?“ stammelt Johnny. In seinen Augen stand die pure Panik und wahrscheinlich hatte er sich auch schon die Hose gemacht. Neue Karten zog er jedenfalls nicht mehr.

„S…Sam!“ wiederholt ihn Jack nachäffend und hält ihn langsam aber sich für geistig zurückgeblieben, was er – wie der geneigte Leser der letzten Kapitel bereits weiß – ja auch ist!

Was haben wir also aus dieser Doppelfolge gelernt?! Prinzipiell erstmal (NOCH) nichts, außer das der Glaube an eine gut geschmierte doppelläufige Remington Kaliber 12, beste Modell im S-Markt, mit Walnusschaft, Kobaltstahllegierung und klassischem Doppelzug, größer ist, als an das Herz der Karten. Die besagte Flinte hat Jack zwar nicht, aber sicherlich wissen wir alle, was gemeint ist.

...to be continued...

Das Herz der Karten - Teil 1

Jack Logan, der eigentlich nur seinen Kollegen wiederfinden wollte, wird plötzlich von zwei Moppeds Marke Schwalbe aus dem Neckermann-Katalog von Nestle umkreist. Auf Ihnen sitzen Typen, die er am ehesten als junge Erwachsene beschreiben konnte. Sie haben riesige, ja gigantische, Augen auf großen Bollerköpfen und die seltsamsten Frisuren, die Jack jemals gesehen hat. Ihre Haare gehen in zackigen Spitzen nach allen Seiten weg, was unglaublich dämlich aussieht.An Ihren Armen tragen sie seltsame Apparate. Immer hektischer sucht Jack nun seine Waffe. Was auch immer als nächstes geschehen wird, kampflos würde er nicht untergehen. Da plötzlich beginnt einer der Moppedfahrer zu sprechen.

„Haha, jetzt hab ich dich, du Schurke!“ Er betont jedes Wort in hochnäsiger und übertriebener Weise.

„Ach jaha?!“ erwidert sein Kollege in gleicher Form. „Aber erst mal musst du mich besiegen!“

„MEIN ZUG!“ brüllt der erste, der von jetzt an Johnny heißt. „ICH SPIELE SILBERNER DRACHE DER GAR GRAUSAMEN VERNICHTUNG IM ANGRIFFSMODUS!“

Johnny zieht eine Karte aus dem Kartenhalter an seinem Arm, reißt sie hoch und steckt sie dann in einer dramatischen Geste in die Apparatur an seinem Unterarm. Über Jacks Kopf materialisiert sich wie von Geisterhand ein riesiger silberner Drache, der zwar Feuer spuckt und all das macht, was große silberne Drachen der gar grausamen Vernichtung halt so machen, aber trotzdem irgendwie ziemlich putzig und knuddelig aussieht.

Während dessen umkreisen die Moppedfahrer weiterhin den verwirrten Jack, ignorieren Ihn dabei allerdings völlig.

„UND ICH…“ brüllt Nummer 2, der von jetzt an Steve heißt, „BESCHWÖRE MAGNAMON, DEN DRACHEN DER GAR GLEICHGÜLTIGEN GERECHTIGKEIT! MAGNAMON, IN DEN DEFENSIVMODUS!! AUßERDEM SPIELE ICH DIESE BESONDERE KARTE HIER: SILBERNER DRACHE VERNICHTEN! HaHa! Damit hast du nicht gerechnet, was?!“

Auch Steve steckt die Karten in die Kartenhalter im Arm. Ein brauner Drache materialisiert sich, dessen Pupillen sich irgendwie unnatürlich und Chamäleonartig in alle Richtungen bewegen. Seine Zunge hängt aus seinem Maul, er sabbert und scheint permanent zu grinsen. Alles in allem ein recht intelligenzallergisches Monster. Um den silbernen Drachen erscheint dagegen ein bläulich schimmerndes Kraftfeld... weiß der Henker warum.

Johnny: "Ein interessanter Spielzug. Ich könnte mir vorstellen, mit der Karte Silberner Drache vernichten willst du…“ Er legt eine kurze Dramapause ein, „meinen silbernen Drachen vernichten."

Johnny lächelt arrogant und fährt fort.

"Natürlich habe ich mit diesem Zug gerechnet! Daher ziehe ich die Karte…“ Wieder eine kurze Dramapause. „…Drachenvernichterschutzkarte!!! Damit schütze ich meinen silbernen Drachen. Aber die Karte hat einen interessanten weiteren Effekt. Durch die Karte werden alle Monster vernichtet die sich im defensiven Abwehrzustand befinden!“

Jack sucht immer noch nach seiner Waffe und nuschelt mit rollenden Augen in sich hinein: „Wollt ihr mich eigentlich verarschen? Was ist das für ein Kindergarten hier?!“

Wie aufs Stichwort tauchen plötzlich die Freunde von Steve aus dem Nebel auf – ein paar Mädels und Hugo, der Quotenneger. Alle gucken, als würde gleich die Welt untergehen. Da sich Steve’s Monster, das er gerade noch ausgespielt hat, im defensiven Abwehrzustand befinden würde er das Spiel verlieren. Die blaue Blase um den silbernen Drachen zerspringt warum auch immer in Scherben, während das debile Magnamon, der braune Drache anfängt, rot zu leuchten anfängt... einfach weil die Drecksviecher es können!

Er selber reißt die Augen auf und kann es nicht fassen. Wird' er jetzt das Spiel verlieren? Aber dann lächelt auch er und antwortet:

Steve: "Natürlich habe auch bereits mit deinem Gegenzug gerechnet. Immerhin wusste ich, dass Du im Besitz dieser überaus seltenen und wertvollen Karte bist. Daher spiele ich folgende Karte aus SANFTMUT FÜR ALLE!!!"

Johnny verschluckt sich an dem Brötchen, das er nebenbei isst, als er das hört.

Johnny: "Was??? Sanftmut für alle???"

Steve: „Ja! Durch diese Karte werden automatisch alle sich im defensiven Zustand befindlichen Monster automatisch in den offensiven Zustand versetzt und darüber hinaus..."

...wieder eine kurze Dramapause...

"…kann ich in diesem Zug eine weitere Karte ziehen, dessen Inhalt Du noch nicht erfahren wirst. Erst in der nächsten Runde decke ich die Karte auf, dessen Wirkung bereits jetzt anfängt. Jahaaaa!!!!"

Zunächst scheint Johnny sehr überrascht, dann aber zieht er eine Augenbraue hoch, danach erscheint wieder sein arrogantes Lächeln.

Johnny: "Ich muß schon sagen. Du überraschst mich! Ich hätte nicht erwartet, dass Du so lange mit halten kannst...!"
Steve: "Ach ja? Du wirst schon noch sehen!"
Johnny: "So, werde ich das?"
Steve: "Ja, das wirst Du"
Johnny: "Ich denke nicht!"
Steve: "Wohl!"
Johnny: "Neeee!"
Steve: "Wohoooooohll!"

Jack ist zunehmend verwirrt und weiß überhaupt nicht mehr was er tun soll. Auf Grund der Geschehnisse und damit verbundenen Dialoge, denen er ausgesetzt ist, vergisst er kurzzeitig seinen eigenen Namen und einem spontanen Ohnmachtsanfall verdächtig nahe.

...to be continued...

Röhrende Dingsis

Da die Nacht bereits wahllos und unkontrolliert hineinzubrechen drohte, machten sich unsere Helden ein Lagerfeuer aus gesammeltem Treibholz, Ewokfell und Diesel. Das brannte zwar nicht sonderlich gut, stank und rauchte wie Sau, aber den leicht brennbaren Universalverdünner hatten sie schon vor langer Zeit aufgebraucht. Zum Essen gab es Bohnen aus der Dose, die sich als Mais aus der Dose herausstellten. Wahrscheinlich hatten sich die Bohnen im Laufe der Jahre oder durch atomare Strahlung oder den Wurmlochgenerator im Panzer irgendwie in Mais verwandelt... oder schlimmers! Auch mit zunehmender Dunkelheit wurde der Nebel nicht lichter, nein, unseren Helden kam es fast so vor, als wenn der Nebel sogar noch dichter wurde. Während sich Sam freiwillig für die erste Wachs-Schicht (haha... ein Wortspiel) meldete, begab sich Jack in sein Himmelbett und versank schon bald in süßen Träumen.

Als Jack erwachte, hatte er sofort ein ungutes Gefühl, was vielleicht auch an den Mais-Bohnen liegen konnte. Er ging erstmal schiffen und hastete anschließend auf das Deck des Leopard VI Hovertank. Es war bereits Tag, jedoch lag der Nebel noch dicht über dem Land und DEM Ozean. Er stieg vom Panzer herab und begab sich zu der Stelle, wo der Rest des Lagerfeuers vor sich hin kokelte. Am Baumstumpf, an dem abends zuvor Sam noch gesessen hatte, lag' nur das Taschenbuchnekronomicum, doch von Sam selber war keine Spur zu erkennen. Instinktiv zog Jack seine Beretta und horchte in den Nebel hinein, konnte allerdings weder etwas sehen noch hören.

Innerlich fluchend, dass er so lange geschlafen hatte - immerhin sind die Himmelbettchen sehr weich und warm - begab' er sich langsam rückwärts zum Hovertank zurück, während seine Augen immer noch angestrengt den Nebel absuchten. Es plätscherte hinter ihm, Jack drehte sich um und sah' nur noch wie der Hovertank abtrieb und die Siluette langsam im Nebel verschwand. Er griff nach dem Seil, das den Tank mit dem Festland verknotete (Sam und Jack hatten für solche Fälle einen ausrangierten Wäscheständer dabei, der auf jedem Untergrund genügend Halt gab - wie in der Werbung aus vergangener Zeit versprochen), und sah' etwas Grauenvolles. Es war durchgeschnitten worden.

Jack spannte den Bügel seiner Waffe, denn er wusste, dass er nicht alleine war. Der Nebel lag nass auf seiner Haut und Kleidung - zum Glück hatte Jack nicht im Seidenhemd sondern im Kampfanzug übernachtet, so wie er es immer tat. Langsam schlich er wieder zurück zum Lagerplatz, um nach Spuren von Sams Verbleib zu schauen. Er erkannte merkwürdige Abdrücke im Boden, seltsame lange Riefen, wie er sie schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte und sie deshalb nicht direkt zuordnen konnte. Allem Anschein nach war es hier zu einem Kampf gekommen. Jack hob das Nekronomicum auf, und ertastete Blut. Sofort kam' Jack ein furchtbarer Gedanke, und so bemerkte er nicht den Schatten, der sich hinter Ihm langsam näherte.

Plötzlich donnerte etwas an Jack vorbei. Es war groß und schnell und vor allem laut, verdammt laut. Es sauste in den Nebel hinein und umkreiste ihn in einem Abstand, in dem Jack nicht einschätzen konnte, um welche Art von Ding es sich handelte. Gerade als er seine Knarre hochgerissen hatte, schoss ein weiteres Objekt brüllend aus dem Nebel und streifte ihn, wodurch er die Pistole verlor. Die lauten Apparate kamen und näher und plötzlich wusste Jack, womit er es tun hatte. Glauben konnte er jedoch nicht, was er da sah…

...to be continued...

Willkommen im Costner-Land

7 Tage und 7 Nächte später – Sam und Jack schliefen schon lange in ihren pompösen Himmelbetten – stieß der mächtige Leopard VI Hovertank plötzlich auf Grund. Unsanft aus dem Schlaf gerüttelt rappelten sich unsere Helden aus den mit Goldfäden bestickten Daunenkissen hoch. Jack riss sich seine Schlafbrille herunter und Sam knippste den Blattgold verzierten Kronleuchter an. Sein heller Schein illuminierte den großen Saal, deren 4 Meter hohe Wände teilweise mit alten Kunstwerken und Bernstein verkleidet waren. Sie schlüpften in Ihre bequemen Kaschmirpantoffeln und rannten durch die Doppelflügeltür hinaus in die Eingangshalle. Schnellen Schrittes folgten sie der ausladenden Treppe, welche sich in einem leichten Bogen um den kleinen Springbrunnen am Boden herum krümmte, und gelangten schließlich aufs Oberdeck, wo neben der Küche, dem Kinosaal, dem Billard-Dart-Videospieleraum und der Bibliothek (traditionell mit Bärenfell, Kamin und Ohrensessel) auch die vergleichsweise winzige Kommandozentrale lag.

Das der Panzer von innen größer ist, als er von außen wirkt, wurde ja bereits erwähnt, aber jetzt mal ernsthaft Leute… habt ihr wirklich geglaubt, dass die Beiden monatelang unterwegs gewesen wären, wenn sie nicht einen gewissen Luxus hätten?! Nennen wir es einfach ein… ehm…eine… zufällige Raum-Zeit-Anomalie, durch …hmpf… öööhh…die durch Ihre Tachionen-Dingsi-Ausstrahlung das Raum-Zeit-Gefüge gekrümmt und dadurch immens viel Platz im inneren des todbringenden Vehikels geschaffen hat. Ausgelöst wurde das ganze durch ein… ein… Wurmloch… generator… ja genau, ein Wurmlochgenerator! So, jetzt ist aber gut mit den Erklärungen hier!

Noch immer in Ihre seidenen Nachtgewänder gehüllt traten sie auf den Panzer hinaus und trauten Ihren Augen kaum: Land! Schon wieder! Und dazu noch verdammt nebelig!

Verwirrt starrten sie in die Nacht, als Jack plötzlich die Hand hob und auf etwas zeigte, das in dem extrem dichten Nebel kaum zu erkennen war.

„Sieh doch nur! Dort hinten! Ein Wegweiser!“

„Was steht’n da?“

„Willkommen im Costner-Land!“

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Magdalene van de Torfkoppjes

Es war mal wieder einer dieser Tage, würde Der dessen Name nicht genannt wird jetzt sagen, aber dem war nicht so, denn es war nicht einer dieser Tage. Es war DER TAG, aber dazu später.

Dessen Name nicht genannt wird wanderte nach wie vor durch ein ihm völlig unbekanntes Land. Mittlerweile waren die grasgrünen Hügel mit den vielen Spiegeln und Häschen einem langen weißen Sandstrand gewichen und dessen Namen nicht genannt wird fragte sich, ob er wohl jemals auf menschliches Leben treffen würde.

Er ahnte ja nicht, was ihm noch alles in diesem fabelhaften Land bevorstand: Tagelange Turniere mit spannenden Hallenhalma-Wettkämpfen, Deep-in-der-Nase-Bohring und natürlich der Nestle Domino Day mit der zombifizierten TV-Legende Magdalene van de Torfkoppjes, von der in Wahrheit noch nie jemand etwas gehört hatte. Doch wie sich das schon früher mit unechten Doktortiteln aus Budapest verhielt, war es auch in der Zukunft kein Problem, sich selbst einen Legenden-Status zu kaufen. Obwohl „kaufen“ der falsche Begriff ist. Magdalene van de Torfkoppjes hat den Verkäufer nämlich einfach aufgefuttert, so wie es sich für einen braven und couragierten Zombie gehört. Jedenfalls hatte sich Magdalene im alltäglichen Fernsehprogramm recht gut etabliert, was bei einem einzigen Sender und den zuschauenden Zuschauern – ausnahmslos Zombies – kein großes Wunder war. Auch im Hinblick auf die TV-Verantwortlichen – ebenfalls ausnahmslos Zombies – ließen sich einige Rückschlüsse auf Ihre Karriere ziehen: Van de Torfkoppjes hatte sich hemmungslos und ohne jegliches Gewissen eiskalt hoch gefressen!

Zurück zu DEM Tag! Sam und Jack, unsere beiden Dosenbier trinkenden Helden, hatten mal wieder Langeweile. Krakktor-Land hatten sie hinter sich gelassen und hinterließen auf ihr Fahrt ins Unbekannte eine Spur der Zerstörung, oder besser gesagt aus „schlafenden“ Zombies. Ihr Ziel war nach wie vor das sagenumwobene Coster-Land und endlich hatten sie dank dem roten Tagebuch einen genauen Lageplan in den Händen, der folgendes besagte:

„Hallo Sohn, einfach bis zum Waterworld-HBF durchfahren, dann rechts die Bodyguard-Road runter. An der Tatort-Dallas-Kreuzung links in die Robin-Hood-Street abbiegen, vorbei an der Untouchables-Bank. Wenn du am Open-Range-Platz angelangt bist, halte dich halb links und schon bist du bei uns. Klingel einfach bei Mister Brooks oder dreimal beim Postman, irgendjemand wird dir schon aufmachen, wenn wir nicht da sind. Auf dem Weg zu uns kannst du dir ja mal den Tin Cup oder den tanzenden Wolf angucken. Bis später dann im Guardian-Cafe! gez: Deren und Dessen Name eher seltener genannt wird.“

Jack uns Sam hatten keinen Plan, was das zu bedeuten hatte und fuhren einfach mal der Nase nach. Irgendwann würden sie schon irgendwo ankommen. Vielleicht sogar dort, wo sie sowieso hinwollten. Und eins sei dem geneigten Leser schon jetzt verraten: Es wird noch ne dolle Überraschung geben. Koks und Nutten haben mit dieser leider nichts zu tun – das schon mal als kleinen Dämpfer vorne weg.

Ach so, da war ja noch was mit DEM Tag. Das muss jetzt leider an einem anderen Tag geklärt werden, und zwar wenn Schweine fliegen, Pferde kotzen, Nazis auf Dinosauriern über Lavaströme reiten oder einfach nächste Woche. Tja, so schnell kann’s gehen! Da freut man sich auf etwas und im nächsten Moment wird alles kaputt gemacht, aber so kann’s gehen im Leben.

...to be continued...